Loveparade 2010: Mindestens 15 Tote und über 45 Verletzte nach Massenpanik

Bei der Loveparade 2010 in Duisburg hat es heute am frühen Abend einen schrecklichen Vorfall gegeben. Bei einer Massenpanik wurden mindestens 15 Menschen zu Tode getrampelt, über 45 Menschen wurden teils schwer verletzt. Zahlreiche Rettungskräfte sind im Einsatz und kümmern sich noch immer um die Verletzten.

Zur Loveparade in Duisburg, die zum ersten Mal nicht in einem Stadtzentrum sondern auf einem externen Gelände in der Nähe des alten Güterbahnhofs stattfand, waren über eine Millionen Gäste erwartet worden. Dieser Besucheransturm sorgte nun für eine Katastrophe in Form einer Massenpanik.

Die Massenpanik entstand, als der Besucherstrom unter einem verengten Tunnel zum Stocken kam. Daraufhin breitete sich Panik aus und Hunderte Menschen wurden von den Massen einfach überrannt. Dabei kamen mindestens 15 Menschen ums Leben, zahlreiche weitere Gäste mussten von Rettungskräften reanimiert werden.

Noch immer sind zahlreiche Krankenwagen und Rettungshubschauber im Einsatz. Alle verfügbaren Ärzte aus Duisburg und Umgebung wurden zum Loveparade-Gelände gerufen. Die nahegelegene und für die Loveparade extra gesperrte A59 dient als Zufahrtsstelle für die Sanitäter. Über 1200 Polizisten sind im Einsatz, um für Sicherheit und Ordnung zu sorgen.

Aus Sicherheitsgründen wurde die Loveparade bisher jedoch nicht abgebrochen. Die Verantwortlichen fürchteten, dass ein Abbruch zu einer weiteren Massenpanik führen könnte. Viele Loveparade Besucher erfuhren deshalb per SMS von dem tragischen Vorfall. Dies führte zu einer zwischenzeitlichen Überlastung der Handynetze.

Viele Loveparade Besucher machten sich nach dem Unglück auf den Weg zum Duisburger Hauptbahnhof, um die Heimreise anzutreten. Dabei kam es auch dort zu chaotischen Zuständen, so dass der Zugverkehr zwischenzeitlich gestoppt werden musste.

24.07.2010 | In den Medien | Thomas | 1.657 x gelesen

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