Loveparade 2010: Nach Katastrophe schwere Vorwürfe gegen Oberbürgermeister aus Duisburg

Es ist noch nicht lange her, dass sich auf der Loveparade 2010, die wieder in Duisburg stattfand, eine Katastrophe ereignet hat. Über einige Zeit stand die Zahl der Toten noch nicht fest, jetzt weiß man, dass in dem Tunnel auf dem Gelände der Loveparade 2010 20 Menschen den Tod fanden und zahlreiche Besucher mit teilweise schweren Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert wurden. Der Oberbürgermeister von Duisburg, Adolf Sauerland, sieht sich in diesen Tagen heftigsten Vorwürfen ausgeliefert.

Es ist ein Sitzungsprotokoll, welches den Dusiburger Oberbürgermeister Sauerland schwer belastet. Medien spekulieren bereits darüber ob die Spitze der Verwaltung die Musikveranstaltung Loveparade um jeden Preis haben wollte. Gestern haben sich die Hinweise darauf verdichtet, dass Sicherheitsbedenken vor Veranstaltung der Loveparade bereits bis zu Dusiburgs Oberbürgermeister Sauerland durchgedrungen sein sollen und dieser die Loveparade 2010 trotzdem genehmigt haben soll.

Bereits vier Wochen vor der Veranstaltung hat das zuständige Bauamt massive Einwände gegen das für die Dusiburger Loveparade vorgelegte Sicherheitsprotokoll erhoben. Im Nachhinein muss gesagt werden, dass sich das Bauamt mit seinen Bedenken leider nicht durchsetzen konnte. Dem Oberbürgermeister wird nun zur Last gelegt, dass er darauf bestanden hat, die Loveparade als Veranstaltung trotz der Lücken im Sicherheitssystem durchzuführen. In einem Sicherheitsprotokoll lehnt der Leiter des Baudezernats die Verantwortung für die Veranstaltung der Loveparade 2010 ab und zitiert das Schreiben so: “Oberbürgermeister Adolf Sauerland wünsche die Veranstaltung und will, dass hierfür eine Lösung gefunden wird.” Weiterhin heißt es im Protokoll: “Die Anforderungen der Bauordnung, dass der Veranstalter ein taugliches Konzept vorlegen müsse, ließ er nicht gelten.”

Am Samstag soll zum Gedenken der Todesopfer er Loveparade eine zentrale Trauerfeier in Dusiburg abgehalten werden. Erwartet werden hier auch der neue Bundespräsident Christian Wulff sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel.

28.07.2010 | In den Medien | Yvonne | 443 x gelesen

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